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Wärmedämmverbundsystem

Wärmedämmverbundsysteme für die Fassadendämmung

Ein Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS, verbindet Dämmplatten, Befestigung, Armierung und Putz zu einem abgestimmten Aufbau auf der Außenseite der Fassade. In dieser Kategorie findest Du vier klar getrennte Lösungen: das flexible EPS 032 Basispaket, das nichtbrennbare Steinwolle Basispaket mit ROCKWOOL Coverrock X-2, das mineralische Putzsystem für die Schlussbeschichtung sowie das umfangreiche EPS 032 Komplettpaket mit Schraubdübeln und Oberputz. So kannst Du Dämmstoff, Lieferumfang, Dämmstärke und Fassadenfinish passend zu Neubau oder Sanierung auswählen und projektbezogene Details gezielt ergänzen.

Wie ist ein Wärmedämmverbundsystem aufgebaut?

Ein typischer Aufbau besteht aus vorbereitetem tragfähigem Untergrund, Klebemörtel, Dämmplatten, gegebenenfalls mechanischer Befestigung, Armierungsmörtel mit eingebettetem Gewebe, Putzgrundierung und Oberputz. Hinzu kommen Profile und Detailausbildungen an Sockel, Gebäudeecken, Fenstern, Türen, Dach und Bewegungsfugen. Alle Schichten erfüllen gemeinsam ihre Funktion; ein WDVS ist deshalb mehr als die Summe beliebig kombinierter Einzelprodukte.

Welche Vorteile kann eine Fassadendämmung bieten?

Eine außenliegende Dämmung reduziert den Wärmedurchgang durch die Außenwände und kann dadurch Wärmeverluste sowie den Heizenergiebedarf senken. Gleichzeitig bleiben Außenwände auf der Raumseite wärmer, was die thermische Behaglichkeit verbessern kann. Der neue Putzaufbau schützt zudem die Wandkonstruktion vor direkter Witterung. Die tatsächliche Einsparung hängt von Ausgangszustand, Dämmstärke, Wärmebrücken, Gebäudetechnik, Nutzung und fachgerechter Ausführung ab.

Sollte ich EPS oder Steinwolle wählen?

EPS 032 ist leicht, leistungsfähig und häufig die wirtschaftlichere Lösung für klassische Wohngebäudefassaden. Steinwolle setzt zusätzliche Schwerpunkte bei Nichtbrennbarkeit, Schallschutz und Wasserdampfdurchlässigkeit. Welche Variante passt, bestimmen Gebäudehöhe, Brandschutzkonzept, Untergrund, Lärmbelastung, gewünschter Wandaufbau und Budget. Beide Dämmstoffe benötigen jeweils die dafür vorgesehenen Mörtel, Dübel, Details und zugelassenen Systemkomponenten.

Was bedeuten Basis-, Erweiterungs- und Komplettpaket?

Basispakete enthalten Dämmplatten, Klebe- und Armierungsmörtel, Gewebe und ausgewählte Standardprofile, enden aber vor Oberputz und enthalten keine pauschale Dübellösung. Das Mineral-Erweiterungspaket ergänzt Grundierung und mineralischen Scheibenputz. Das EPS-Komplettpaket kombiniert neun Kernkomponenten einschließlich Schraubdübeln, Rondellen und Putzfinish. Unabhängig von der Paketart bleiben projektspezifische Sockel-, Anschluss-, Brandschutz- und Befestigungsdetails separat zu prüfen.

Welche WDVS-Dämmstärke ist die richtige?

Eine pauschale Standarddicke gibt es nicht. Maßgeblich sind Material und Dicke der Bestandswand, vorhandener U-Wert, energetisches Ziel, Wärmebrücken und konstruktiv verfügbarer Platz. Auch Fensterlaibungen, Dachüberstände, Grundstücksgrenzen und Sockelanschlüsse beeinflussen die Entscheidung. Für einen belastbaren Wärmeschutznachweis oder die Einhaltung von Förderbedingungen sollte die notwendige Dämmstärke vorab rechnerisch durch Energieberatung oder Fachplanung bestimmt werden.

Was kostet ein WDVS pro Quadratmeter?

Die Kosten hängen nicht nur vom Dämmstoff ab. Entscheidend sind Dämmstärke, Fassadenfläche, Dübelung, Oberputz, Profile, Sockel- und Fensterdetails, Untergrundvorbereitung, Gerüst, Arbeitslohn, Transport und Entladung. Große, einfache Flächen sind pro Quadratmeter meist günstiger als stark gegliederte Fassaden mit vielen Öffnungen. Für einen realistischen Vergleich sollten daher immer der vollständige Materialaufbau und alle Nebenleistungen statt nur der Preis der Dämmplatte betrachtet werden.

Kann man ein WDVS selbst verarbeiten?

Einzelne Arbeitsschritte wirken einfach, doch Fehler an Verklebung, Dübelung, Gewebeüberlappung, Fensteranschlüssen, Sockel oder Oberputz können die gesamte Fassade beeinträchtigen. Erforderlich sind ein sicherer Gerüstaufbau, geeignete Werkzeuge, Erfahrung mit mineralischen Mörteln und die genaue Einhaltung der Systemunterlagen. Eigenleistung ist daher nur mit ausreichender Fachkenntnis sinnvoll; Planung, kritische Details und Abnahme sollten durch qualifizierte Fachleute begleitet werden.

Warum sollten WDVS-Komponenten systemgerecht kombiniert werden?

Zulassungen und technische Bewertungen beziehen sich auf definierte Systemaufbauten mit festgelegten Komponenten, Eigenschaften und Ausführungsregeln. Ein beliebiger Austausch von Dämmstoff, Mörtel, Gewebe, Dübel oder Oberputz kann Haftung, Standsicherheit, Brandverhalten und Witterungsschutz verändern. Verwende deshalb die vorgesehenen Systemprodukte, beachte die aktuellen technischen Unterlagen und kläre Abweichungen vor der Ausführung. Auch Förderfähigkeit entsteht nicht allein durch eine ETA, sondern durch das gesamte Vorhaben und die jeweils geltenden Bedingungen.

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